Die normale Sprachentwicklung

Alter Sprachliche Äußerung Sprachliche Äußerung Sprachverständnis
Neugeboren schreit Nicht prüfbar
Bis 6 Monate „gurrt“, „juchzt“, „quietscht“ Beginnend mit den Kehllauten (k,g,r,ch2) werden Lautreihen in allen Artikulationszonen gebildet „krrr“ „grrr“ Nicht prüfbar
Bis 10 Monate Lallt Silben „ba“, „be“ es können auch Silbenverdopplungen auftreten „lala“ „dada“ Kind sucht (z.B. durch Kopfdrehen) nach Gegenständen durch Benennung
Bis 12 Monate Spricht Lallmonologe „babadagada“ Erstes Mama und Papa Reagiert auf seinen Namen und einfache Aufträge
1Jahr Spricht 2-10 Worte in Kindersprache „Wauwau“ für Hund „Bukki“ für Brötchen Holt auf Aufforderung Sachen
Bis 1,5 Jahre „Einwortsätze“ mit denen Fragen, Feststellungen, Antworten gegeben werden können „Mama“, „haben“ Einfache Aufforderungen und Fragen werden verstanden
Bis 2 Jahre Der aktive Wortschatz (gesprochene Sprache) liegt etwa bei 20-50 Wörtern. Es werden neben Hauptworten auch Tätigkeits- und Eigenschaftsworte verwendet. Es spricht in 2-3-Wortsätzen „Lisa Ball haben.“ Erstes Fragealter mit Hilfe der Satzmelodie „Ball haben?“ Erste Benennung der Körperteile Der passive Wortschatz ist dem aktiven weit voraus; es versteht mehr, als es sprechen kann
Bis 2,5 Jahre Der Wortschatz entwickelt sich rapide. Es werden erste Endungen für Tätigkeitswörter und Partizipien der Vergangenheit verwendet, allerdings ohne sich dessen bewusst zu sein „Ich nich slafen“. Verwendung erster Fragewörter (Was? Wo?) Sprachlaute werden deutlicher. Anlautverbindungen in verschiedenen Artikulationszonen („kl“,bei Klavier “pl“ bei Platz) sind für das Kind noch sehr schwierig. Erster Gebrauch der Ich-Form. Wenn auf einem ähnlichen Sprachniveau gesprochen wird, wie das Kind es hat, versteht es fast alles.
Bis 3 Jahre Die Artikulation der Anlautverbindungen wird immer besser, Laufverbindungen wie „pfl“ bei Pflaume werden noch nicht korrekt gesprochen. Personalpronomen werden sicherer verwendet; Verwendung erster Präpositionen („auf dem Stuhl“) und Hilfsverben zur Bildung der Vergangenheit („ich habe gegessen“). Erste Fragesätze werden gestellt („Hast du gegessen?“) Farben werden genannt Es bestehen noch Probleme beim Verstehen von Gegensätzen (groß-klein) und feineren Abstufungen z.B. bei Steigerungsformen (groß- größer)
Bis 3,5 Jahre Die Muttersprache wird bis auf wenige Laute („sch“, „pfl“) korrekt ausgesprochen. Weiter starkes Wortschatzwachstum. Einfache Satzbildung ist korrekt, erste Verwendung von Nebensätzen. Fragealter hält weiter an, viele „warum“ Fragen. Das Kind versteht seinen Erfahrungen entsprechend alles.
Bis 4-6 Jahre Das Kind spricht fließend mit komplexeren Sätzen. Gedankengänge können ausgedrückt, Geschichten nacherzählt werden. Das Kind kann bis 10 zählen. Es telefoniert und nennt Vor- und Nachnamen. Entsprechend der allgemeinen Entwicklung wächst das Sprachverständnis. Die Muttersprache wird beherrscht.